Vom 07. Bis 20. Oktober 2015 fand in Dösemealti/Türkei wieder eine deutsch-türkische Jugendbegegnung statt. 40 Jugendliche aus Mannheim und Dösemealti erarbeiteten sich gemeinsam ein interkulturelles Thema. 

Zentrum und Gegenstand der gemeinsamen Aktivitäten wird die Entdeckung alter Handwerksberufe
(Handcraft) sein. Die Jugendlichen erfahren durch direkten Kontakt mit Fachkräften alter Kunst-/Handwerksberufe Einblicke in Traditionen und Techniken, Herausforderungen und Möglichkeiten dieser im europäischen Raum, sie lernen und entdecken durch Mitwirkung in unterschiedlichen gestalterischen und handwerklichen Feldern eigene Fähigkeiten zu nutzen und sinnstiftend für ein Gesamtergebnis einzusetzen.

Handwerklich-gestalterische und handwerklich-technische Tätigkeiten eignen sich hierbei besonders gut. Jedoch sind diese in den vergangenen Jahren weitestgehend aus dem Berufswahl-und Orientierungsspektrum Jugendlicher verschwunden. Viele Jugendlichen haben keine oder sehr geringe Vorstellungen über diese Berufe und Tätigkeiten, da sie zum Großteil im Alltagsleben der Jugendlichen auch nicht mehr erlebbar sind. Das Kunst-/Handwerk verschwindet zugunsten hochtechnisierter, jedoch für die viele Jugendliche oftmals nicht zugänglicher Berufe. In Deutschland finden viele Handwerksbetriebe keine Auszubildenden mehr. Auch in der Türkei stellt dieser Bereich eine zukunftsgestaltende Möglichkeit dar. Auch hier schwinden traditionelle Handwerkstechniken und –berufe aus dem wirtschaftlichen Angebot.

Ergänzt wird diese „Handcraft Entdeckungsreise“ um ein gemeinsames Werk, welches mittels der im jeweiligen Land und der Region typischen und anzutreffenden Gewerke umgesetzt wird. Das Projekt gliedert sich in zwei Begegnungen (2015 Türkei, 2016 Deutschland), die jeweils durch mehrere Workshops strukturiert sind. Jeder Workshop wird durch externe Fachkräfte aus dem wirtschaftlichen Umfeld der Schulen geleitet und begleitet. Neben den kunst-/handwerklichen „Spezialitäten“beschäftigen sich die Jugendlichen mit lokalen Materialien und deren Verwendung im Sinne der Nachhaltigkeit. Eine weitere Gruppe dokumentiert das Projekt (Foto, Film, Blog..). Hier gehts zum Blog...

 

Dieses Projekt wird gefördert von:

jugend in aktion